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Das Panzermaterial bestand zum überwiegenden Teil aus KC-Panzerstahl.
KC = Krupp cemented (zementiert), d.h. Kohlenstoffanteil 0,34 Prozent,
Nickelanteil 3,78 Prozent, Mangan 0,31 Prozent und Chrom 2,06 Prozent.
Hinzu kam die Klassifizierung in Ww = Wotan, weich und Wh = Wotan,
hart.
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Wh hatte eine Zerreißfestigkeit von 85 - 95 kg/nun2,
eine Dehnung von 20 Prozent und eine Streckgrenze von 50-55kg/mm²
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Ww hatte eine Zerreißfestigkeit von 65 - 70 kg/mm2, eine
Dehnung von 25 Prozent und eine Streckgrenze von 38-40kg/mm²
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Generalplan Panzerung
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Auf den Schiffen Scharnhorst und Gneisenau wurde erstmals das neu
entwickelte Panzermaterial (Wh und Ww) verwendet. Beides waren Speziallegierungen,
sie ersetzten den KNC-Panzer und den bis zu den Kreuzern der K-Klasse
verwendeten Nickelpanzer; während sowohl KNC- als auch Nickelpanzer
nicht schweißbar waren, ließen sich sowohl Wh wie Ww
mit Spezialelektroden schweißen. Eine ausgesprochene Schwachstelle
bildete die zu gering bemessene Dicke des sich ab Oberkante Seitenpanzer
bis zum Oberdeck erstreckenden Zitadellpanzers. Das Oberdeck - gleichzeitig
das Hauptdeck bildend - erhielt aus Stabilitätsgründen
geringere Panzerdicken als das zwei Decks tiefer liegende eigentliche
Panzerdeck. Dabei ist davon ausgegangen worden, daß auftreffende
Geschosse bzw. Bomben durch das (leichter) gepanzerte Oberdeck in
ihrem Durchschlagsvermögen gebremstund zur Detonation auf dem
Panzerdeck gezwungen werden; die Zerstörung der Räume
zwischen Panzerdeck und Oberdeck wurde dabei in Kauf genommen, weil
sie vornehmlich für Wohnzwecke ausgenutzt waren und für
die Gefechtskraft des Schiffes von geringer Bedeutung erschienen.
Der Unterwasserschutz war gegen Torpedo- und Minentreffer bis zu
250 kg Gefechtsladung ausgelegt. Er bestand aus einem parallel zur
Außenhaut geführten, um 10° gegen die Senkrechte
geneigten Torpedoschott aus Ww. Der Abstand von der Außenhaut
beliefsich auf etwa 4,5 m. Der Raum zwischen Torpedoschott und Außenhaut
war zudem in der Mitte durch ein weiteres, dünneres Längsschott
geteilt. Der Schiffsboden war gegen Minentreffer nicht besonders
geschützt. Die Materialdicken von Verbänden und Beplattung
trugen lediglich den Erfordernissen der Schiffsfestigkeit Rechnung,
aber dafür war die wasserdichte Unterteilung und Aussteifung
des Doppelbodens besonders sorgfältig vorgenommen worden. Der
Schiffskörper war in 21 wasserdichte Abteilungen unterteilt;
auf rund 79 v.H. der Schiffslänge erstreckte sich der Doppelboden.
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Deck / Abteilung
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Panzerung
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Gürtelpanzer
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350 mm KC, nach unten abnehmend auf 170 mm KC Vorschiff 150
mm Wh, abnehmend auf 70 mm Wh Achterschiff 200 mm Wh, abnehmend
auf 170 mm Wh
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Panzerquerschotte
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150 mm bis 200 mm KC
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Schornsteinmantel unten
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20 mm Wh
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Abdeckung Maschinenräume
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20 mm Wh
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Zitadellpanzer
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45 mm Wh, achtern 35 mm Wh, vorn 20 mm Wh
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Splitterlängsschott im Zitadellbereich
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20 mm Wh
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Oberdeck
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50 mm Wh
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Panzerdeck
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80 mm - 95 mm Wh
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Panzerdeckböschungen
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105 mm - 110 mm Wh
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Torpedoschott
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45 mm Ww
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Vorderer Kommandostand
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Seiten 350 mm KC, Decke 200 mm KC, Verbindungsschacht 220
mm KC, Stirnseite 350 mm KC, Rücken 350 mm KC
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Achterer Kommandostand
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Seiten 100 mm KC, Decke 50 mm KC, Verbindungsschacht 100
mm KC
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EMeß-Drehhauben der Kommandostände
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100 mm KC
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Artillerieleitstand im Vormars
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60 mm KC, Decke 20 mm KC, Drehhaube 20 mm KC
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Flakleitstand
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14 mm KC
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Barbetten der 28-cm-Türme
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Mitte vorn 200 mm KC, Seiten 350 mm KC, Mitte achtern 200
mm KC
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28-cm-Türme
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Stirnseite 360 mm KC, Seiten 180 mm KC, Rücken 350 mm
KC, Decken 180 mm KC
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15-cm-Türme
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Stirnseite 140 mm KC, Seiten 50 mm KC, Rücken 5 0 mm
KC, Decken 5 0 mm KC
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15-cm-Einzellafetten
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25-mm-Schutzschilde
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10,5-cm-Flak
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20-mm-Splitterschutz
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Querschnitt der Panzerung
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Quelle: nach Koop / Schmolke: Die
Schlachtschiffe der Scharnhorst-Klasse
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