| Am 6. März klappte es, unter
dem Decknamen »Paderborn« gelang es der SCHARNHORST,
in Begleitung der Zerstörer Z 28, ERICH STEINBRINCK und FRIEDRICH
IHN, nach Norwegen durchzubrechen. Am 9. März fielen in der
nahe Narvik gelegenen Bogenbucht die Anker. Zwei Tage später
trafen dort die LÜTZOW und NÜRNBERG ein. Nachdem auch
- von Drontheim kommend - die TIRPITZ eingetroffen war, erfolgte
die Entlassung der NÜRNBERG in die Heimat. In den folgenden
Tagen und Wochen wurden - je nach zugeteilter Brennstoffmenge -
Verbandsübungen durchgeführt.
Am 22. März fielen die Anker im Altafjord und seinem Nebenarm,
dem Kaafjord. Die SCHARNHORST erhielt einen Liegeplatz im Langfjord,
einem weiteren Nebenarm. Zum Eigenschutz lagen die Einheiten innerhalb
eines Netzkastens. Am B. April kam es zu einem folgenschweren Unfall:
In der in Abt. III über dem Panzerdeck befindlichen Last für
feuergefährliche Materialien kam es an der Steuerbordseite
zu einer Explosion, die auch das darüber befindliche Wohndeck
der IX. Division in Mitleidenschaft zog. Es gab 17 Tote und 20 Verletzte.
Die Ursache wurde nicht geklärt, vermutlich war sie auf Sabotage
während der Werftzeit in Gotenhafen zurückzuführen.
Nach Wiederherstellung fanden weitere Verbandsübungen mit der
TIRPITZ und LUTZOW statt. Als zusätzlicher Flakschutz war inzwischen
die Schwimmende Flakbatterie THETIS im Kaafjord vor Anker gegangen.
Die Übungen fanden nur sporadisch statt, denn die zugeteilten
Brennstoffkontingente ließen keine größeren Fahrten
zu.
Vom 6. bis 9. September führte die SCHARNHORST im Verband
mit der TIRPITZ ein Unternehmen gegen Spitzbergen durch. Es lief
unter dem Decknamen »Sizilien«. Zum Verband gehörten
außerdem neun Zerstörer. Dann kehrte sie in den Altafjord
zurück. Nachdem es den Briten Ende September gelungen war,
die TIRPITZ mit Kleinst-Ubooten für die nächste Zeit auszuschalten,
verblieb die SCHARNHORST als einzige schwere Kampfeinheit in diesen
Gewässern.
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