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Dies ist die Geschichte der Entstehung, des Werdeganges, des Lebenslaufes
und der Vernichtung des letzten und zugleich größten
deutschen Schlachtschiffes. Man nannte sie die "Einsame"
oder "Eisige Königin des Nordens", erhielt aber nie
die Unterstützung in dem Umfange, wie es ihr gebührt hätte.
Bereits während der Bauphase der Tirpiz im Juli 1940 erfolgte
ein Luftangriff auf die Marinewerft Wilhelmshaven, um die dort in
der Ausrüstung liegende Tirpitz zu treffen. Zu jener Zeit jedoch
war die britische Luftwaffe noch nicht so kampffähig. Für
wie gefährlich die Admiralität ihr Erscheinen in Norwegen
hielt, geht daraus hervor, daß bereits am 5. November 1941
in den Gewässern um Island und in der Dänemarkstraße
ein Verband zusammengezogen wurde, der aus dem Schlachtschiff King
George V, dem Träger Victorious, drei Schweren und drei Leichten
Kreuzern bestand. Obwohl noch nicht im Krieg mit Deutschland befindlich,
patrouillierten auch US-Kriegsschiffe in diesem Gebiet und unterstützten
die Home Fleet. In Nordnorwegen befand sich eine Gruppe des Jagdgeschwaders
3. Sie war zum Schutz der Tirpitz vorgesehen, wurde aber durch einen
verhängnisvollen Irrtum - ausgerechnet an dem Tage, als die
Tirpitz versenkt wurde - fehlgeleitet. Ob die Jäger das Unglück
hätten abwenden können, bleibt unbeantwortbar. Im Grunde
genommen waren sie zu wenige und zu schwach. Das traf auch für
die übrigen Verteidigungsmaßnahmen zu, die beiden Flakschiffe
und die übrigen Abwehranlagen reichten nicht aus.
Zusammenfassend kann gesagt werden, es waren wohl weniger strategische
Überlegungen als vielmehr die britische Mentalität, mit
einer gewissen Hartnäckigkeit eine Aufgabe zu Ende zu führen,
nämlich das letzte deutsche Großkampfschiff zu versenken.
Eine wirkliche Gefahr war die Tirpitz zu dieser Zeit nicht mehr.
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