Newsarchiv/Presse
Die Schiffe
Die Operationen
Das Team / Partner
Projekte / Aktionen
Das Forum
Literatur
Links
Kontakt

Die Katze an Bord der Bismarck

Die Bismarck hatte einen schwarzen Kater an Bord mit Namen "Oskar", sozusagen das Maskottchen der Bismarck. Dieser Kater überlebte die Versenkung der Bismarck unbeschadet und erlebte danach noch weitere zwei Schiffsuntergänge.

Nachdem er die Bismarck überlebt hatte kam er an Bord des britischen Zerstörers HMS Cossack. Die Cossack wurde am 21. Oktober 1941 von einem deutschen U-Boot torpediert und schwer beschädigt. 159 Seemänner starben bei dem Torpedotreffer. Alle Versuche, den Zerstörer zu retten schlugen fehl, so dass die Cossack am 26. Oktober aufgegeben werden musste und sank - Oskar überlebte aber.

Nach dieser zweiten Versenkung kam Oskar an Bord des britischen Flugzeugträgers HMS Ark Royal, der mit an der Verfolgung der Bismarck teilgenommen hatte und mittlerweile im Mittelmeer stationiert war und dort Angriffe auf die von Italien kontrollierten Seeräume durchführte. Nach Abschluss einer solchen Unternehmung war die Ark Royal auf dem Rückweg zum Stützpunkt Gibraltar, als sie von dem deutschen U-Boot U 81 torpediert wurde. Die Ark Royal sank aufgrund dieser Treffer am 14. November 1941 - und abermals überlebte Oskar.

Ob es nun Aberglaube der britischen Seeleute war, Mitleid mit diesem unglücklichen Tier oder aber reiner Zufall, die Fahrenszeit von Oskar war damit zu Ende. Er wurde nun Mäusejäger in den Amtsräumen des Hafenkapitäns von Gibraltar.

Später dann trat er seine letzte Seereise an wurde nun nach Belfast in ein Seemannsheim mit Namen "Home for Sailors" gebracht, wo er im Jahre 1955 verstarb.

Das Porträt von Oskar, der Bismarck-Katze, hängt heute im National Maritime Museum in Greenwich.