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Die Schwere Artillerie (SA) der Gneisenau (28,3 cm)

Die SA bestand aus neun 28 cm-Schnellladekanonen (S.K.) L/54,5 C/34 in Drehlafetten C/34, je drei in einem gepanzertem Geschützturm. Die Türme hiessen "Anton", "Bruno" und "Caesar", angeordnet in alphabetischer Reihenfolge, zwei am Bug und einer Achtern. Die Türme waren die gleichen, wie sie auf den Panzerschiffen der DEUTSCHLAND-Klasse verwendet wurden, nur die Panzerung war entsprechend verstärkt worden.

Die Geschütze konnten sowohl gegen See- und Landziele eingesetzt werden, als auch gegen Luftziele. Ihr Design beruhte auf einer Konzeption aus dem Jahre 1934.

Der Munitionsvorrat belief sich auf 150 Schuß je Rohr. Der gesamte Munitionsvorrat der Gneisenau verteilte sich auf 450 Panzersprenggranaten, 450 Sprenggranaten mit Bodenzünder und 450 Sprenggranaten mit Kopfzünder.

Die Geschütze - die Bohrung ihrer Rohre belief sich auf 283 mm und ihr Abstand voneinander (gemessen von Seelenachse zu Seelenachse) auf 2,75 m - hatten eine maximale Schußweite von 398 hm bei 40° Rohrerhöhung. Der schwenkbare Teil des Turmes erreichte ein Gewicht von 750 t, seine Barbetten hatten einen Innendurchmesser von 10,20 m.

Die Geschütze konnten sowohl gemeinsam gekoppelt als auch einzeln hantiert werden.In jedem Turm stand ein Entfernungsmeßgerät von 10,50 m Basislänge zur Verfügung; die Enden der Meßbasis befanden sich innerhalb von seitlich aus dem Turm herausgebauten Hauben. Das 10,50 m-EMeßgerät im Turm "Anton" wurde Anfang 1942 mit den Hauben entfernt und die Öffnungen des Turmes dichtgesetzt, weil diese eine ständige Quelle für das Eindringen von Seewasser in den Turm war.

Verschossen wurden Sprenggranaten mit Kopfzünder, Sprenggranaten mit Bodenzünder und Panzersprenggranaten. Erstere hatten ein Gewicht von 315 kg (davon Sprengladung 21,8 kg), die Sprenggranaten mit Bodenzünder und die Panzersprenggranaten 330 kg (16 kg / 6,6 kg Sprengladung). Die Treibladung verteilte sich auf zwei Kartuschen, und zwar auf eine 44 kg schwere Vorkartusche und eine 127 kg schwere Hauptkartusche.

technische Daten der 28,3 cm L/54,5 C 34 (11,1")



Anzahl und Anordnung:
Geschützgewicht:
Turmgewicht:
Vertikalneigung:
Graderhöhung:
Schwenkgeschwindigkeit:
Schussrate:
Granatengewicht:
Austrittsgeschwindigkeit:
Rohrrücklauf:
Geschossvorrat:
Lebensdauer je Geschütz:
Turmbesatzung:

9 (3 x 3) in drei Geschütztürmen, zwei am Bug und einer Achtern
52,25 Tonnen
750 Tonnen
zwischen -8° und +40°
8° pro Sekunde
7,2° pro Sekunde
3,7 Schuss in der Minute pro Geschütz (17-Sekunden-Takt)
SG 315 kg, SG mit Bodenzünder und Panzersprenggranaten 330 kg
890 m/sec
1,20 Meter
150 je Rohr
300 Schuss
75 Mann je Turm


BALLISTISCHE LEISTUNGEN nach Campbell, Naval Weapons of WW II

Schußweite

Rohrerhöhung

Einfallwinkel

Geschoßgeschwindigkeit

5.000 m

2,0°

2,5°

766 m/sec

10.000 m

4,3°

5,7°

652 m/sec

15.000 m

7,4°

10,3°

556 m/sec

20.000 m

11,3°

25,7°

436 m/sec

25.000 m

16,2°

25,7°

436 m/sec

30.000 m

22,0°

35,3°

418 m/sec

35.000 m

29,2°

44,0°

428 m/sec

40.000 m

38,2°

52,0°

460 m/sec


Duchschlagskraft Panzersprenggranate nach Breyer

Schußweite in hm

Durchschlagene Panzerdicken

Seitenpanzer in mm

Deckspanzer in mm

790

460

19

1.510

355

41

1.828

291

48

Quelle: nach Koop / Schmolke: Die Schlachtschiffe der Scharnhorst-Klasse